Grosser Andrang an der GV im Pic

Donnerstagabend, in der Cafeteria des Jugendkulturhauses Piccadilly in Brugg herrscht reges Treiben. „Einen so grossen Andrang an einer GV haben wir schon lange nicht mehr erlebt“, scherzen zwei Mitglieder des Vereinsvorstandes. Es war ein wichtiges Jahr für die Jugendarbeit in Brugg, mit der Erarbeitung des Jugendleitbildes war sie in aller Munde. Das merkt man auch den Besuchern an; Peter Gut, Gemeinderat von Villigen, wo bereits seit Jahren ein Jugendtreff stattfindet, hört interessiert zu. Auch Willi Däpp vom Brugger Stadtrat, der massgeblich an der Erarbeitung des Leitbildes beteiligt war und Markus Lang vom Einwohnerrat sind zu Gast.

Die vielen neuen Gesichter Seiten des Hauses werden gleich zu Beginn der Sitzung vorgestellt. Für Michaela Ortlepp, seit Oktober 2018 die neue Jugendarbeiterin des Pics, ist es die erste Generalversammlung. Mit ihr im Boot sitzen zwei junge Frauen, Martina und Deyna, die bereits seit einiger Zeit im Pic an der Front aktiv sind und nun heute in den Vorstand des Vereins gewählt werden wollen.

Als erstes Traktandum wird über die Jugendkultur gesprochen. Vorstandsmitglied Fabian „Gudi“ Gut erzählt, wie er im vergangenen Jahr mit drei weiteren jungen Aktivisten des Hauses eine Kulturgruppe gegründet und so das kulturelle Programm wieder auf Vordermann gebracht hat. „Unser Ziel war es, ein abwechslungsreiches und regelmässiges Programm auf die Beine zu stellen“, erklärt Gudi. Das sei aber nicht immer einfach gewesen. „Es war ein anstrengendes Jahr“, fährt er weiter, denn es bedeute viel Arbeit und freiwilliges Engagement von allen Seiten. „Es war sehr zeitintensiv – aber toll!“. Nun stecken die Kulturschaffenden bereits voll in der Planung für das Stadtfest, an dem das Pic in Zusammenarbeit mit weiteren Brugger Kulturhäusern unter dem Label „Kult4“ aktiv sein wird. „Wir konnten bereits viele aufsteigende lokale Künstler für uns gewinnen. Es sind auch ein paar grosse Namen dabei – aber das Line Up bleibt noch geheim!“ meint Gudi grinsend.

Auch um die jüngere Generation wurde sich im vergangenen Vereinsjahr aktiv gekümmert. Schliesslich wurde an der GV 2018 beschlossen, die u16 Jugendarbeit wieder mehr in den Fokus zu rücken. Das sei ihnen auch gelungen, meint Igor Simonides, Leiter des Hauses. „Trotz des Personalwechsels im Herbst haben wir es geschafft, die Treffs und Filmabende weiter durchzuführen“ erzählt er stolz. Es gäbe viele neue Themen, Diskussionen und auch noch zu findende Lösungen, die in dem Jahr und im intensiven Kontakt zu den Jugendlichen aufgetaucht seien. Die beiden Jugendarbeitenden sind aber positiv eingestellt und wollen noch viel erreichen. So auch den aktiveren Kontakt zu Schule, der schon als Ziel für das vergangene Jahr definiert worden war.

Der sechste Programmpunkt an diesem Abend ist das Budget. Buchführerin Nadine Burger erläutert geduldig die Zahlen, ihr Nachfolger Thomas Hollinger geht auf alle Fragen ein. Willi Däpp will es genau wissen: „Wofür sind denn die Rückstellungen gedacht?“, fragt er. „Wir wollen unsere Eventtechnik auf dem neusten Stand halten. Nur so sind wir wettbewerbsfähig“ erklärt Thomas. Und Technik sei nun mal teuer, da müsse ein Verein wie das Piccadilly im Voraus planen. Auch für den Tag der offenen Tür, der am 11.Mai geplant ist, hat man einen Batzen budgetiert. So könne man dem Publikum ein gutes Programm bieten. Das Jahr schloss mit 176 Franken im Plus, die Sitzungsteilnehmer schienen damit zufrieden. Nicht schlecht für ein Haus, dass nur dank viel freiwilligem Engagement funktioniert. Als wichtigste Einnahmequellen werden auch im kommenden Jahr das Kerzenziehen im Storchenturm und die Lauschallee am Jugendfest erwartet.

Zum Abschluss wird Fredy Bill, ehemaliger Vereinspräsident, zum Tagespräsidenten erkoren. Unter seiner Leitung werden alle Vorstandsmitglieder sowie die Präsidentin Majken Larsen wiedergewählt. Auch die beiden jungen Aktivistinnen, die sich um einen Vorstandsposten beworben hatten, werden per Applaus gewählt. „Ich möchte allen ganz Erfahrenen, halb Erfahrenen und Neuen ganz herzlich danken. Ich bin ein Fossil in diesem Haus, umso schöner finde ich es zu sehen, dass es weiter geht und sich immer wieder Nachwuchs findet“, schliesst Fredy die Sitzung ab. „Wenn ich jeweils höre, wie sich die Leute über die heutige Jugend beschweren, denke ich immer ans Pic und alles ist wieder gut.“.

Kerzenziehen ab dem 28. November 2018

Kerzenziehen im Storchenturm – Der Verein Piccadilly lädt ein

Der Advent naht und das Kerzenziehen im Storchenturm öffnet seine Pforten. Der Verein Jugendhaus Piccadilly lädt zum alljährlichen Kerzenziehen ein. Vom 28. November bis 16. Dezember. In dieser Zeit sind an den Mittwochnachmittagen und den Wochenendtagen SA/SO, die Kessel geheizt. Jeweils von 14 –18 Uhr. Eine gute Gelegenheit dem Einkaufsrummel in der Stadt zu entfliehen undeinen Moment innezuhalten und die Vorweihnachtszeit zu geniessen.

Eltern mit Kindern, ganze Familien und auch Gruppen finden sich im Storchenturm ein und stehen geduldig um die Kessel herum, gefüllt mit farbigen Wachs; Eintauchen – Herausziehen – Abkühlen – Abtrocken. Ein Kreislauf an dessen Ende die fertige Kerze steht. Kunstvoll geschnitzt und eingepackt warten sie auf ihre Bestimmung, geschenkt und angezündet zu werden.

Mittwoch28.11.14:00 – 18:00
Samstag/Sonntag01.12/02.12.14:00 – 18:00



Mittwoch05.12.14:00 – 18:00
Samstag/Sonntag08.12./09.12.14:00 – 18:00



Mittwoch12.12.14:00 – 18:00
Samstag
      (Weihnachtsmarkt/Lichterfest Altstadt)
15.12.14:00 – 18:00
Sonntag
     (Weihnachtsmarkt)
16.12.11:00 – 18:00